Eindringtiefe
Unbegrenztes Durchdringen menschlichen Gewebes
Für die Beeinflussung der Zellen, die den Schmerz verursachen, ist ein großes Eindringvermögen erforderlich. Ausgehend von der Hautoberfläche, auf der die Elektroden aufliegen und die elektromagnetischen Wellen durch Kontakgabe an die erregbaren Zellen weitergeben, bewirken biologische Vorgänge das gewünschte tiefere Eindringen in das menschliche Gewebe. Während herkömmliche elektrische Stimulation, z.B. durch TENS (Transkutane Elektro-Nerven-Stimulation), nur maximal 0,5 cm tief in das menschliche Gewebe eindringen kann, ist bei der Hochton-Frequenz-Therapie, z.B. mit SoftAgil Doc, das Durchdringungsvermögen menschlichen Gewebes unbegrenzt. Somit werden tiefer liegende Zellregionen, die den Schmerz verursachen, auch dann erreicht, wenn die Intensität der elektromagnetischen Wellen nur gering ist.
Wir wissen, dass wir durch die Anregung von erregbaren Muskel- und Nervenzellen durch Frequenzen so genannte Aktionspotenziale erzeugen. Diese von den Zellen ausgesandten Aktionspotenziale erreichen andere benachbarte Zellen, die das gleiche Verhalten der Aussendung von Aktionspotenzialen ihrerseits haben. Somit dringen die gewünschten Frequenz-Erregungen in das Gewebe entsprechend dieser Kettenreaktion ein. Erste Anwendung dieses Effekts finden wir bei der herkömmlichen Methode TENS. TENS wird relativ häufig verordnet, obwohl es nur zur (kurzzeitigen) Unterbrechnung der Nervenleitwege konzipiert und geeignet ist. Und vielleicht hat TENS auch bei Ihren Patienten oder bei Ihnen selbst nicht nachhaltig geholfen. Das liegt eventuell an der zu geringen Eindringtiefe der TENS-Frequenzen oder an der oben beschriebenen Zelladaption.
Bei TENS wird pro getroffene Zelle höchstens ein einziges Aktionspotenzial erzeugt. Man kann sich leicht vorstellen, dass bei der Aussendung nur eines Aktionspotenzials dieses die Nachbarzelle nicht erreicht. Es „fliegt“ so zusagen an seinem Nachbarn vorbei. Folge ist, dass solche Nachbarzellen, die nicht erreicht werden, auch nicht zur Weiterleitung der Frequenzen und somit Zellstimulation beitragen. Die Stimulation bricht dann schon dicht unter der Hautoberfläche ab und die Wirkung kann in tiefer gelegenen Zellen nicht erfolgen, da diese nicht erreicht werden.
Im Gegensatz dazu wird mittels SoftAgil-Doc eine viel größere Zahl von Aktionspotenzialen je getroffener Zelle als bei TENS ausgesandt. Messungen haben ergeben, dass es mehrere Hundert pro getroffene Zelle sind (Die ermittelte Anzahl beträgt 300 bis 800.). Somit ist die Weiterleitung in die Tiefe des Gewebes sicher gestellt. Eine Wirkung in tief unter der Hautoberfläche gelegenen Körperregionen ist gewährleistet. SoftAgil-Doc kann also von sich behaupten, dass es in der Eindringtiefe unbegrenzt ist. Die nachfolgende Grafik soll die Verhältnisse verdeutlichen.
SoftAgil® Doc zählt nicht zu den Methoden der Reizstrom-Therapie. Es wirkt regulativ stimulierend. Deshalb ist eine bis zur Schmerzempfindung gehende Anwendung wie bei der Reizstrom-Technik nicht sinnvoll. Aufgrund des oben beschriebenen Mechanismus des Eindringens in tiefer gelegene Zellen ist eine gering dosierte Anwendung ausreichend und angeraten. Das begrenzt die Eindringtiefe nicht, sondern erhält sie.
